25 Mai Zandvoort: Eine starke Aufholjagd, ein Team in der Spur
Zandvoort: Eine starke Aufholjagd, ein Team in der Spur

- Zwei Aufholjagden von Keagan Masters in den Dünen von Zandvoort: P8 auf P4 im ersten Lauf, P15 auf P6 im zweiten.
- Marcus Amand wird im Startgetümmel umgedreht und kämpft sich auf den siebten Platz zurück.
- Proton Competition führt nach vier von acht Veranstaltungen weiter die Teamwertung an, Masters ist Vierter in der Fahrerwertung.
- Nächste Station ist der Lausitzring vom 19. bis 21. Juni in Brandenburg.
Zandvoort hat alles mitgebracht, was diese Strecke besonders macht: enge Dünenpassagen, lange Vollgas-Abschnitte, einen Asphalt, der die Reifen über die Distanz hart fordert. Und der vierte Lauf des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland hat all das in zwei Rennen verdichtet, die jeden Strategieplan, jeden Reifensatz und jede Fahrerentscheidung in den Mittelpunkt geschoben haben. Für Proton Competition war das ein Wochenende mit zwei spektakulären Aufholjagden, einer ruhigen Hand im Strategie-Cockpit und einem Tabellenstand, der die Mannschaft bei Halbzeit der Saison weiter ganz oben sieht.
Keagan Masters: Zweimal Aufholjagd, zweimal Top sechs
Der erste Lauf wurde nach einem schweren Unfall eines Konkurrenten am Mittag unterbrochen und erst am Vorabend fortgesetzt. Solche Pausen sind ärmel-aufgerollte Geduldsproben für ein Team. Masters hat sie genutzt: vom achten Startplatz auf den vierten Rang gefahren, eine konsequent saubere Rennrunde nach der nächsten. Am Sonntag dann das gleiche Bild, von einer anderen Startseite. Aus dem fuenfzehnten Startplatz im Sprint einen sechsten Platz zu machen, gehört zu den Race-Stoff-Momenten, die einen Markenpokal interessant halten.
„Nach einem schwierigen Qualifying konnten wir uns von den Plätzen 14 und 15 zurückkaempfen. Es war eine starke Leistung vom Team. Nach dem schwierigen Qualifying konnten wir stark zurückschlagen. Ich bin glücklich mit dem Ergebnis, womit wir so einiges an Schadensbegrenzung betreiben konnten“, sagt Masters nach dem Wochenende.
Marcus Amand: Vom Umdreher zurück in die Punkte
Der finnische Porsche-Junior fuhr im ersten Lauf auf den sechsten Rang. Im zweiten Rennen wurde er in der Startrunde umgedreht und fiel weit zurück. Sein Reflex: kein Frust-Rennen, sondern Punkte holen. Mit einer überlegten Rennlinie kämpfte er sich wieder bis auf den siebten Platz vor. Auch das ist eine Form von Stark-bleiben, die nicht in den Statistiken auftaucht, aber in der Saison weiterhilft.
Die Junior-Talente liefern
Im Rookie-Wertung haben Gustav Bergström und Dylan Yip wichtige Punkte gesammelt. Für Yip wären im zweiten Rennen sogar noch weitere Klassen-Zähler möglich gewesen, der Pilot wurde aber im finalen Renndrittel unschuldig in einen Unfall verwickelt. Dass die Junior-Schiene Punkte holt, ist mehr als ein Detail. Es ist ein Marker für die Tiefe des Programms: Ein Team, das jenseits der ersten Garnitur konsequent Nachwuchs entwickelt, baut Kontinuität für die Folgesaisons.
Was uns dabei begeistert
Wir sind als Partner an dem Wochenende nicht unbeteiligt vor dem Bildschirm gesessen. Aus der Perspektive von Evernine Media ist Motorsport ein Publishing-Stoff, der seine Geschichten selten gleichmäßig erzählt. Manchmal ist es der Sieg, oefter ist es der Weg dorthin. Zandvoort hat genau das geliefert: zwei Aufholjagden, eine kontrollierte Schadensbegrenzung im Team-Auftrag, dazu vier Fahrer, die nicht aufgeben. Solche Rennen tragen einen Markenpokal durch eine Saison.
Die Mannschaft aus Hofkirchen wird mit einer komfortablen Ausgangslage in die zweite Saisonhälfte starten. Vier von acht Veranstaltungen sind absolviert, die Teamwertung wird angeführt, Masters ist als bester Pilot des Teams Vierter im Fahrerklassement und damit weiterhin Titel-Anwärter.
Nächste Station: Lausitzring
Vom 19. bis 21. Juni fährt der Carrera Cup Deutschland in Brandenburg auf dem Lausitzring. Der Charakter der Strecke ist ein anderer als der von Spa oder Zandvoort: breitere Hochgeschwindigkeitskurven, weniger Höhenmeter, eine deutlich andere Setup-Logik. Wir sind dabei und werden weiter berichten.
Quelle Titelbild: Keagan Masters in Zandvoort. Foto: Proton Competition x Evernine Media

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