Content Marketing hat ein Vertrauensproblem. Nicht, weil es nicht funktionieren kann – sondern weil Wirkung oft unklar gemessen und schlecht abgesichert wird. Ein Unternehmen investiert 5.000 Euro in einen Fachartikel mit Distribution. Am Ende steht im Report: 15.000 Impressions. Was bedeutet das? Wurde der Artikel gelesen? Hat er die Zielgruppe erreicht? War das Investment sinnvoll?
Die ehrliche Antwort in den meisten Fällen: Das weiß niemand. Und genau das ist das Problem, wenn Marketing-Budgets vor dem CFO gerechtfertigt werden müssen.
Wie diese Garantie in Paketen verankert wird, zeigt B2B Publishing: von SEO-Kick bis Lead-Magnet, jeweils mit klarer Leistung und messbaren Leserzielen.
Die Make-Good-Garantie ist die Antwort auf dieses Problem. Sie macht aus einer Hoffnung ein Versprechen: Werden die vereinbarten Leserzahlen nicht erreicht, läuft die Kampagne weiter – ohne zusätzliche Kosten. Punkt.
Was „Make Good“ bedeutet
Der Begriff „Make Good“ stammt aus der klassischen Mediawelt. Wenn eine gebuchte Anzeige nicht korrekt erschienen ist (falsche Platzierung, technischer Fehler), bietet das Medium einen Ausgleich – eine kostenlose Nachschaltung. Das ist Standard in der Print- und TV-Werbung.
Im Performance Publishing wird dieses Prinzip auf Kampagnenziele erweitert:
- Garantie: Der Kunde bucht eine definierte Anzahl qualifizierte Leser (z.B. 1.200)
- Messung: qualifizierte Leser werden über GA4 Custom Events gemessen (30s Lesezeit oder 50% Scroll-Depth)
- Prüfung: Nach der vereinbarten Kampagnenlaufzeit wird geprüft, ob das Ziel erreicht wurde
- Make Good: Liegt das Ergebnis unter dem Ziel, läuft die Distribution weiter – ohne Aufpreis, ohne Neuverhandlung
Das klingt einfach. Und es ist einfach. Aber die Konsequenz ist fundamental: Das Risiko der Kampagne liegt beim Publisher, nicht beim Kunden.
Warum das für CFOs relevant ist
Marketing-Budgets stehen unter Druck. Jeder Euro muss gerechtfertigt werden. Die typische Konversation zwischen CMO und CFO:
CFO: „Was haben wir für die 50.000 Euro Mediabudget bekommen?“
CMO: „2,3 Millionen Impressions.“
CFO: „Was bedeutet das?“
CMO: „…dass unsere Anzeigen 2,3 Millionen Mal ausgeliefert wurden.“
CFO: „Hat jemand sie gelesen?“
CMO: „…“
Mit qualifizierten Lesern und Make-Good-Garantie sieht die Konversation anders aus:
CFO: „Was haben wir für die 4.990 Euro bekommen?“
CMO: „2.500 qualifizierte Leser in vier IT-Fachmagazinen. Durchschnittliche Lesezeit: 2 Minuten 40 Sekunden. CTA-Klickrate: 3,1%.“
CFO: „Was wenn das Ziel nicht erreicht wird?“
CMO: „Dann läuft die Kampagne kostenlos weiter bis zum Ziel.“
Das verändert die Budgetplanung fundamental. Statt mit ungewissen Ergebnissen zu kalkulieren, kennt das Marketing die exakte Lieferung im Voraus. Die Kampagne wird zum planbaren Bestandteil des Quartals – nicht zum Glücksspiel mit Impressions.
Für Procurement und Einkauf ist die Make-Good-Garantie besonders relevant: Sie reduziert das Lieferrisiko, das bei klassischen Mediakäufen immer mitschwingt. Keine Nachverhandlungen, keine Diskussionen über „weiche“ KPIs. Die vertragliche Zusage ist eindeutig: X qualifizierte Leser für Y Euro. Punkt.
Wie qualifizierte Leser die Garantie erst möglich machen
Eine Make-Good-Garantie funktioniert nur, wenn die zugrundeliegende Metrik sauber ist. Impressions eignen sich nicht – sie sind zu leicht zu generieren (Bot-Traffic, Made-for-Advertising-Sites, unsichtbare Platzierungen). Klicks eignen sich bedingt – sie zeigen Interesse, aber kein Engagement.
Qualifizierte Leser sind die Metrik, die eine Garantie trägt:
- Nicht manipulierbar: 30 Sekunden aktive Lesezeit oder 50% Scroll-Depth lassen sich nicht durch Bots erzeugen
- Eindeutig messbar: GA4 Custom Events liefern präzise Daten, unabhängig von Cookie-Consent
- Inhaltlich relevant: Wer 30 Sekunden liest, hat den Artikel tatsächlich wahrgenommen – nicht nur angeklickt
Die Kombination aus sauberer Metrik und verbindlicher Garantie schafft etwas, das im Content Marketing selten ist: Planbarkeit.
Warum nicht jeder Publisher eine Garantie anbieten kann
Die Make-Good-Garantie ist nur möglich, wenn der Publisher drei Voraussetzungen erfüllt:
- Kontrolle über die Distribution: Der Publisher muss die Reichweite aktiv steuern können – über eigene Premium-Netzwerkzugänge, Newsletter-Kanäle und SEO-optimierte Inhalte. Wer nur publiziert und auf organischen Traffic hofft, kann Leserziele kaum belastbar planen
- Saubere Mess-Infrastruktur: GA4 Custom Events für Scroll-Depth und aktive Lesezeit müssen auf jedem Artikel implementiert sein. Ohne präzise Messung keine präzise Garantie
- Erfahrungswerte: Der Publisher muss aus hunderten Kampagnen wissen, welche Distribution-Konfiguration welche Ergebnisse liefert. Nur so kann er die Garantie kalkulieren, ohne sich selbst zu ruinieren
Für den Kunden bedeutet das: Eine Make-Good-Garantie ist nicht nur ein Versprechen, sondern ein Qualitätsmerkmal. Sie zeigt, dass der Publisher seiner eigenen Distribution vertraut – und in seine eigene Mess-Infrastruktur investiert hat.
Zero Trust in der Mediaplanung: Vertraue niemandem, verifiziere alles
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Was passiert in der Praxis: Ein Beispiel
Ein SaaS-Unternehmen bucht ein Leser-Boost-Paket: Fachartikel in zwei B2B-Magazinen, 1.200 qualifizierte Leser garantiert.
- Woche 1-2: Artikel wird publiziert und über Premium-Netzwerke distribuiert. Erste qualifizierte Leser werden erfasst
- Woche 3-4: Distribution läuft, Newsletter-Platzierung bringt zusätzliche qualifizierte Leser. Stand: 850 qualifizierte Leser
- Woche 5-6: Kampagnenlaufzeit endet. Stand: 1.050 qualifizierte Leser – unter dem Ziel von 1.200
- Make Good: Distribution wird automatisch verlängert. Keine Rechnung, keine Diskussion
- Woche 8: Ziel erreicht: 1.240 qualifizierte Leser. Kampagne wird geschlossen. Finaler Report geht an den Kunden
Der Kunde hat exakt das bekommen, wofür er bezahlt hat. Nicht mehr, nicht weniger. Kein Restrisiko, keine offenen Fragen.
Der Kampagnen-Report: Was drinsteht
Jede Kampagne mit Make-Good-Garantie wird mit einem transparenten Report abgeschlossen:
- Gesamtzahl qualifizierter Leser (aufgeschlüsselt nach Magazin)
- Durchschnittliche Lesezeit (in Minuten und Sekunden)
- Scroll-Tiefe-Verteilung (25% / 50% / 75% / 100%)
- CTA-Klickrate (falls CTA integriert)
- Traffic-Quellen (Premium-Netzwerk, organisch, Newsletter, Social)
- Kampagnenverlauf (qualifizierte Leser pro Woche, inklusive Make-Good-Phase falls zutreffend)
Der Report kann im Agentur-Branding ausgeliefert werden (mehr zum White-Label-Modell für Agenturen). So haben Agenturen ein konkretes Dokument, das sie ihren Endkunden vorlegen können – mit harten Zahlen statt vagen Versprechen.
Was der Report nicht enthält: Vanity Metrics. Keine Ad-Server-Requests, keine „potential reach“, keine „estimated views“. Nur das, was tatsächlich passiert ist: Wie viele Menschen den Artikel gelesen haben, wie lange sie gelesen haben und was sie danach getan haben.
Make Good vs. Media Waste: Die Zahlen
Eine Gegenüberstellung, die den Unterschied verdeutlicht:
| Klassisch (TKP/CPC) | Make-Good-Garantie | |
|---|---|---|
| Budget | 5.000 EUR | 4.990 EUR |
| Versprechen | ~50.000 Impressions | 2.500 qualifizierte Leser |
| Wenn Ziel nicht erreicht | Budget verbraucht. Ende. | Kampagne läuft weiter. Kostenlos. |
| Was wird gemessen | Ad-Server-Requests | 30s Lesezeit / 50% Scroll |
| Risikotrag | Kunde | Publisher |
Make-Good-Garantie in der Praxis: Die drei Pakete
Die Make-Good-Garantie ist in allen Paketen mit Zielvorgabe für qualifizierte Leser enthalten:
- SEO-Kick (ab 890 EUR): Fachartikel mit dauerhafter Indexierung und SEO-Optimierung. Hier liegt der Fokus auf langfristiger Sichtbarkeit, nicht auf vereinbarten qualifizierten Leser – deshalb keine Make-Good-Klausel, aber auch keine laufenden Kosten. Der Artikel arbeitet unbegrenzt weiter
- Leser-Boost (ab 2.490 EUR): Fachartikel + Distribution + mindestens 1.200 qualifizierte Leser. Inklusive Make-Good-Garantie, Newsletter-Platzierung und Kampagnen-Report. Der Standard für messbare B2B-Kampagnen
- Lead-Magnet (ab 4.990 EUR): Fachartikel + Distribution + mindestens 2.500 qualifizierte Leser + CTA-Integration + Conversion-Tracking. Inklusive Make-Good-Garantie. Für Demand-Gen-Kampagnen, die nicht nur Aufmerksamkeit, sondern Leads generieren sollen
Alle Pakete im Detail. Agenturen erhalten 15% AE auf das Gesamtprojekt.
Häufige Fragen
Gibt es Ausnahmen von der Make-Good-Garantie?
Nein. Für Pakete mit Zielvorgabe für qualifizierte Leser gilt die Make-Good-Regel klar: Die Distribution läuft weiter, bis das vereinbarte Leserziel erreicht ist. Lead-, Umsatz- oder Ranking-Ergebnisse sind davon getrennt. Beim SEO-Kick-Paket (ab 890 EUR) liegt der Fokus auf dauerhafter Indexierung, nicht auf vereinbarten qualifizierten Leser – dort gibt es keine Make-Good-Klausel.
Wie lange läuft die Make-Good-Phase maximal?
Es gibt kein festes Limit. Die Distribution läuft so lange, bis das Ziel erreicht ist. In der Praxis werden die meisten Ziele innerhalb der regulären Kampagnenlaufzeit (4-8 Wochen) erreicht. Make-Good-Verlängerungen dauern typischerweise 2-4 zusätzliche Wochen.
Können qualifizierte Leser gefälscht werden?
Nein. Die Messung basiert auf GA4 Custom Events (Scroll-Depth und aktive Lesezeit), die serverseitig erfasst werden. Bot-Traffic erzeugt keine 30 Sekunden aktive Lesezeit. Die Metrik ist bewusst so gewählt, dass sie nicht manipulierbar ist. Mehr zur technischen Messung.
Was kostet die Make-Good-Garantie extra?
Nichts. Die Garantie ist in den Leser-Boost- und Lead-Magnet-Paketen inkludiert. Es gibt keinen Aufpreis, keine versteckte Klausel. Der Preis bleibt planbar – das vereinbarte Leserziel wird über Make-Good abgesichert.
Wie funktioniert die Garantie bei Agenturen?
Identisch. Agenturen erhalten 15% AE auf das Gesamtprojekt und können die Make-Good-Garantie gegenüber ihren Endkunden als eigenes Leistungsversprechen positionieren. Der Kampagnen-Report kann im Agentur-Branding ausgeliefert werden.



